Montag, April 16, 2018

Alte Lieben...

Eigener Stil oder mangelnde Flexibilität?

Es ist schon beinahe verwunderlich, denn ich liebe irgendwie immer dasselbe.

Setze ich am Ende noch geistig Spinnweben an?



Nein, ich bin kein Autist, aber es gibt Wiederkehrendes, das möchte ich nicht missen, sondern bewahren.

Alte Lieben

Manches ist so typisch für unser Leben geworden,
und es krönt uns diese Zeit, in der der Frühling hier im Norden noch so zögerlich ist.
So sind Magnolien mittlerweile geradezu Bestandteil des kleinen Königreiches geworden, nun die letzten des Jahres, 
mittlerweile schon zum dritten Mal.
Meine Tochter grinste und meinte, "... hab´ ich´s mir doch gedacht, es wurden wieder Magnolien..."
Ja, ich kam wieder mit ihnen heim.
Wiederholungstäterin.

Bevor sie aufgehen, sind sie wie ein Geheimnis...
Und sie "runkeln und raunen" ;)


Wenn sie erblühen, bin ich jedes Mal gespannt, in welcher Gestalt und Farbe sie wohl nun daherkommen.
Letztes Jahr noch in Purpur, diesmal wie ein helles Lachen...



Wenn die ersten Fellhütchen mit ihrem leisen "Plopp" herunterfallen, 
ist es immer wie ein fröhliches "Tataaaah - Überraschung!".
Sie vergessen, dass ich an manchen vorwitzigen Spitzchen bereits erahnen konnte, wie sie dann wohl nach der Entfaltung aussehen werden.

Immer wieder mag ich sie mit Katza an Madonna...
Das sehe ich mir nie über.
(Oiii, das war aber wieder deftige Hamburger Grammatik ;),
ja, ich hab´s gemeeeeerkt ;)


Komme ich in die Küche, dann wirkt alles so vorfreudig, und doch so... irgendwie... geheiligt.
Das englische Wort Sanctuary fällt mir da immer wieder ein.


Diese lebenden Skulpturen im Zinnkrug - 
wie staune ich sie immer an.
Und keine gelblichen Farben, kein Schweinchenrosa dabei, keine einheitlichen Farben und Blüten,
so zarte Farben zur herben Gestalt! 
Nicht gleichförmig, sondern durchbrochen, nichts vorherrschend, hell und geradezu strahlend.
Dazu sehe ich kein plumpes Braun, nein, ein heimliches Graubraun liegt auf diesen  "verknorpselten" Ästen, 
die Pelzchen in warmem Grau. 

Ja, da wäre mir etwas anderes nicht halb so schön.

Bescheiden und schlicht ist das neue Pompös

Na, das ist eine gewagte These, mag ich meinen;
doch gucke ich den Trend zum "Industrial-Stil" an,
und was die Menschen im Urlaub immer völlig aus dem Häuschen geraten lässt,
dann muss ich über so manche klägliche Bemühung grinsen, 
was sich die Dekogeschäfte so einfallen lassen, dies aufzugreifen.

Ich für meinen Teil hab´s lieber echt und hole mir das Urlaubsgefühl auf diese Weise,
und mache lieber nicht "einen auf Deko", sondern lebe das einfach.
Und da finde ich auch schon die nächste "alte Liebe",
die mein Herz höher schlagen lässt.


Na, das kennt Ihr ja von mir zur Genüge.
Zur Genüge, hm... doch ich kriege ja gar nie genug davon.
So pittoresk noch dazu und für kleines Geld zu haben.

Ach, wenn ich die da oben sehe, sie später im "Einsatz" erlebe,
dann ist mir das so besonders.
Ich weiß, wo sie gemacht wurden, woraus, wie der Prozess der Herstellung vonstatten geht,
wie schon seit Jahrtausenden...
Der leicht brenzlig duftend, herbe Geruch dazu, den mag ich so.
Ja, diese Kerlchen, sie gehören zu unserem Lebensgefühl unverrückbar dazu.




Da braucht es keine Plastikflasche für viel Wasser und wenig Tensid.
Irgendwie sind sie mir ein Symbol für Ehrlichkeit.
Der hier braucht ja auch keine Umverpackung ;)


Im Kapitalismus-Konsum der scheinbar unbeschränkten Möglichkeiten, des Austauschens und ständigen Veränderns,
fand ich es in jungen Jahren gar nicht so einfach, zu einem eigenen Lebensstil, einem ganz speziellen LebensGEFÜHL zu kommen - 
wie ein ganz eigenes Bild, das man malt und lebt.

Ja, das ist gar nicht so leicht gewesen.
Vieles hat mich abgelenkt und gelockt; 
doch dann ließ ich nach und nach Bewertungen los, den bekloppten Drang, andere beeindrucken zu wollen, 
und merkte ich über die Zeit ja, was sich bewährte.
Der Trend hin zu billigem, schnell auszutauschenden Ersatz, der kriegt mich nicht mehr,
mittlerweile denke ich mir, 
"da müssen die sich für mich schon ´was anderes ausdenken und sich ´mal ordentlich anstrengen", höhö.

Wahres bewährt sich und wird bewahrt 

Im Wust der Gaukelei habe ich schließlich weniges Echtes gefunden und halte daran fest.

ich habe nicht mehr aufhören können, darüber nachzudenken.
Und ich dachte an die Natur, die wir doch alle lieben in ihren Zyklen.
Sie macht das ja auch so mit Altbewährtem - denke ich nur an die Evolution. 

Was sich bewährt...
Ja, das ist es einfach.
Wie auch schöne handgetöpferte, irdene Schalen und Tellerchen.
Langweilig werden die mir nie.




Auch so ein Kerlchen im Reigen ist der einfache französischer Butterkühler für immer streichfähige Butter...
Er passt so schön dazu.


Ja, bei Verbrauchsgut hab´ ich gerne ordentlich ´was im Regal, 
es wird leider von selbst weniger.
Ich freue mir daran sicherlich auch in Jahren noch täglich einen Kullerkeks.
Und es ist das, was mein Lebensgefühl, mein Sein prägt.

Dann stehe ich hier in meinem so einfachen Küchenraum,
und ich weiß, dass hier viel mehr gelebt, gelacht und zubereitet wird,
als in so mancher Hochglanzküche.





Wenn ich dann in zu meiner Kammer gucke,
dann habe ich mitten in dieser großen Stadt immer dieses Landhausgefühl -
noch mehr, seit wir diese Tür und das Fenster einbauten.



Dieses Fenster ist mein großer Liebling, könnte auch ein Stallfenster sein...
Die Plastiktüte (Plastik!?!) im Eimer wird immer wieder verwendet, 
sie hat kleine gestanzte Löcher, und in ihr bleiben die Äpfelchen immer so schön knackig.
Dies ist das einzige Plastik-Getüte, das hier sein darf, 
denn ohne das schrumpelten die Kerlchen schneller.


Und hier, hier lagern sie, mein normaler Knoblauch, der sich im Sand-Bottich versteckt, 
mein geräucherter Knofel, mein fermentierter Knofel, mein Ingwer. 
Ich bin völlig verliebt in diese Möglichkeiten hier - 
dieses kleine Fensterbänklein!
Wie eine andere Welt.

Die Licht- und Schattenspiele hier sind sensationell und ändern sich ständig... sie spielen auf uralten Mauern.



Jedes Mal, aber wirklich jedes Mal, wenn ich etwas hineinlege oder herausnehme, freue ich mich über mein magisches Kämmerlein.
Wahre Schätze, sie kommen und gehen,
es ist so lebendig.

Zur Zeit bin ich übrigens ganz verrückt nach Rübstiel,
Frühlingszwiebeln und dem ersten Bärlauch mit seinen Seidenblättern.
Auch sie sind alte Lieben, die mir diese Zeit des Jahres so beschenken.


All das tröstet mich sehr,
denn nach vorne hinaus ist es ja wenig frühlingshaft für mich -
kein Balkon, dieses Jahr...
Doch zumindest das fiese Plastik, mit dem alles verklebt war,
das ist nun weg.
Taghell ist anders! OIIIII!
So war das hier! So sah es an den SÜDfenstern aus!


Doch vorbei, geschafft, die Fassade liegt mittlerweile abgeschält und bar und bloß,
es wurden keine größeren Schäden entdeckt.
Was für ein Glück!
Und ich finde, ich kann eine Zeit mit diesem Anblick leben,
ich rede mir einfach ein,
"Méa, das hat ´was, ist irgendwie römisch..."



Dies ist über unserem Schlafzimmerfenster, ich finde das sooo schööön...

Nun geht es mit großen Schritten ans fachkundliche Heilen der historischen Fassade, 
mit Klopfen, Pockeln und Ausfräsen.
Die Betriebsamkeit ist nicht schlimm, das steckt mich an, so wusele ich eben auch ganz beherzt ;)
Es wird dann bald nach neuem Beton riechen, das mag ich sehr,
ist es auch nicht gerade ein Frühlingsduft wie der Flieder der hier immer im Frühling erblühte.
Aber was soll´s, ich habe ja die Parks und die Alster hier gleich um die Ecke,
und der Flieder, der wird neu gepflanzt.

Das wollte ich gerade freudigst mit Euch teilen und freue mich auch darauf zu sehen, was Ihr gerade so macht und denkt.

Bitte schickt mir aus dem Süden Wärme,

Eure Méa,

die Stillvergnügte, die nun zum Biomarkt seppelt ;) ,
die Kammer ist ja schon wieder ganz leer, habt Ihr ja gesehen...


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Montag, April 09, 2018

Die Flohmarktsaison hat wieder eröffnet

Es geht wieder los mit demVagabunden-Leben!



Ich bin ja gerne auf Flohmärkten. Das ist ja wirklich nichts Neues.
Alleine die Auswahl aus so vielen Epochen, so viele Geschichten,
auch von denen, die meinten, der Wert mancher Dinge, die gerade ihre Zeit hatten,
würde für immer bestehen bleiben…
Nun, nur ganz wenig ist hier wirklich von Wert, will ich meinen.
Auf Flohmärkten kann man viel übers Leben lernen -
von all den Leben vor uns,
deren Gesellschaftsformen, gängige Lebensweisen und Moden sich hier in einigen Dingen wiederspiegeln
 und uns entführen in die Vergänglichkeit...

Zum Beispiel gehe ich auch gerne zu den Colonnaden, 
nicht oft, aber hin und wieder.
Früh aufgestanden, heißt es dann immer diese grandiosen Steinlöwen zu begrüßen, 
die vor einer Blumenbinderei stehen.


Leider kommen sie auf dem Foto nicht halb so imposant und wunderschön zur Geltung, wie sie eigentlich sind –
unsere Flohmarktkamera ist leider nicht so gut, aber zumindest besser, als keine Fotos ;)
Ja, diese Löwen begrüße ich dann, 
sie sind sehr wohlwollend und lassen mich immer durch.

Mein Katerchen hätte die sicher gerne in der Wohnung, 
er säße dann einem der beiden auf dem Kopf.

Der 2-tägige Flohmarkt hier ist ohnehin sehr schön eingerahmt - 
die Colonnaden führen zur Alster und zum Jungfernstieg,
und im Hintergrund kann man bereits einen Turm des Rathauses von Hamburg erkennen.
Man kann hier auch herrlich in einem der Cafés sitzen und dem Treiben zugucken -
stilvoller Weise natürlich mit bereits geschlagener Beute und ganz entspannt, hihi.
Ende Mai ist er übrigens wieder.


Meine Feststation ist immer der sehr nette und kompetente Carsten, so er in Hamburg weilt  - 
er hat schöne Lüster aus Frankreich, er lebt meist in Paris... Seufz... 


Ein Lebenskünstler par excellance, wie es hier so einige gibt.
Aussteiger, bewusst oder notgedrungen – alle sehr individuell.


Außer bei den Schmuckständen, die meist Navettes für mich haben, 
die ich in meine Kronen und Feenkelche einbaue und daher immer suche, beeile ich mich, schnell vorbeizukommen. Zeit ist knapp, will man gute Beute schlagen.
Also, vite, vite, Königin mit den kurzen Beinen, mach ´mal Hoppla, 
schnell voran!
Über dieses Bild mussten wir dann doch sehr lachen,
sieht es aus, als fahre ich auf Rollen ;))


Angekommen bei lieben Bekannten, die ich Euch ja früher bereits vorstellte, heißt es dann genau hingucken.
Und dafür braucht das alte Mädchen nun bereits eine Brille.
Na, Gott sei Dank gibt es die Dinger - so einen Beryll wie früher ´rumschieben, das würde gehörig nerven!
So habe ich lieber zwei „Berylle“ auf der Nase, höhö...



Es muss nicht viel sein…

Durchgestartet haben wir diese Saison zu dritt mit dem Lehmweg.
Wir waren so froh um die kleine edle Beute, die wir schlugen.
Alte Salzseifen brauchte ich wieder,
der liebe "Seifenmann" vom Seifenkontor Hamburg zeigte mir zudem ganz antike Stücke.
Fragt ihn danach, wenn Ihr da seid, großartig, so etwas zu sehen,
er hat so viel Wissen.
Auch eine Seife aus den 40er Jahren mit einem Bienenstempel bekam ich zu sehen!!!
Leider unverkäuflich, aber sie zu anzustaunen war an sich schon ein Ereignis...

via Hamburger Seifenkontor

Mich hat das so geflasht, ich hab´vergessen, eigene Fotos zu machen, ich Dussel…
Aber da ich absolute Bienenliebhaberin bin, da war ich hin und futsch...
Seine Seifen sind übrigens "Reine Pflanzenseifen nach dem frz. Reiheitsgebot von 1688. Vollständig biologisch abbaubar, ohne tierische Bestandteile, ohne Mikroplastik, ..."
Und ohne große Umverpackung :))

Diese "Klopper" sind es dann geworden, das reicht eine Weile :)



Es gibt das auch online, doch ich bevorzuge natürlich den Markt, wenn ich da schon die Möglichkeit habe, nüchwahr...

Beim Leinen, nach dem ich ja immer (IMMER!) gucke, da hatte ich Glück.
Ganz festes, robustes Gewebe, 
top in Schuss 
(im wahrsten Sinne, kommt vielleicht vom Schussfaden beim Weben?)
 mit wunderschöner Struktur und noch schönerer Farbe.
Kissen braucht das Königreich immer, 
es nutzt sich ja doch so vieles ab,
da wir die reinsten Schloss-Kuschler sind.

Die Farbe fand ich sooo schön. Wie die von Milch...





Vagabundiert Ihr auch so gern?
Schnappt Euch Eure Herzenmenschen und los geht´s?
Ach, es ist eine herrliche Zeit...


Eure Méa,
die so gerne ein wenig anders lebt und konsumiert - Ihr auch?
Na, da bin ich mir fast sicher ;)


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Donnerstag, April 05, 2018

Endlich April und sinkende Schultern


Eine andereWelt hinter dem Schleier


Unglaublich, wie man sich fühlen kann, findet Ihr nicht?
Diese feindliche Kälte, die hier bei uns so lange hielt, plötzlich war sie fort.
Endlich. Endlich-endlich-endlich.
Zu laufen ist mir jetzt wie ein Getragen-Sein;
die Schultern, so lange hochgezogen in der Kälte, bis man glatt Muskelkater hatte,
jetzt endlich locker und entspannt in der Position, 
die sie eigentlich inne haben sollten. 
Oh, die waren zeitweise auf OHRENHÖHE bei mir!

Dieser Winter war mir so lang - ein nordischer Winter.
Und nun ist er bald da, der Mond der erwachenden Blätter,
und mit ihm kommt der grüne Schleier des April, der die Entfaltung bringt.
Auch meine.
Hier eingeschlossen zu sein, da genieße ich jedes Frühlingslachen,
jede Minute, die ich mich davonstehlen kann –
jeden Sonnenstrahl.

Ich werde meinen Balkon vermissen, ach, vor allem jetzt –
dieses Jahr werde ich nicht geradezu euphorisch glücklich die Pflänzchen sähen,
dieses Jahr muss ich eben anders glücklich sein.
Doch das Renovieren hat nun begonnen, das alte Haus bekommt Heilung und Rettung,
nun auch von außen, oben und unten (!).

Ja, ich habe sie glatt vergessen, diese Zeit.
Vergessen, wie es sich anfühlt, diese Leichtigkeit.
Und ich stehe auf dem Biomarkt und strahle, sehe die verwunderten Gesichter der Leute, die mich wohl für ein bisschen bekloppt halten und kann nicht anders –
fühle mich wie ein Kind.
Die Welt hat mich wieder, so fühlt es sich an.
Und so werden nun auch Projekte angegangen und abgeschlossen, mich weiter zu tragen.

Im März noch ein Keimling,
im April nun die Entfaltung

Nun, dieses hier hat sich wirklich bereits entfaltet –
mein Keimling des März trägt mich mit Funkeln und fängt auch das spärlichste Licht für mich.
Ihm reichen ein paar Strahlen, zu erglühen.


Doch das war gar nicht so einfach, denn Smaug saß wie ein Drache auf seinem Schatz...
Ich werde es nie verstehen, wie amorph Katzis sind - hat sich der Kerl doch glatt irgendwie QUER dort hineingelümmelt!
Ich meine, sich so in sich hineingeschoben, dass ihn nichts über Gebühr piekte - 
bis er SO aussieht?
Katzenyoga???
In dieser Stellung dann auch noch EINZUSCHLAFEN???
Wenn ich ihm dann schnell (Lebensgefahr!) einen Klunker unter dem Po wegschnappte, wurde er richtig fuchtig - 
und FAUCHTE!
Das war gar nicht leicht für mich!


So ist er trotzdem fertig geworden, der uralte Lüster.
Die schiefen Kerzenhalter stehen mittlerweile gerade stramm,
nach dem Bild hat sich der König drangemacht :)

Und mein kleiner Drache?
Der bewacht den Schatz nun eben so.
Seht Ihr ihn?


Mein kleiner Held

Hobbit bekam mittlerweile zur anderen Hausseite nach hinten ´raus ein neues Katzenfenster für seine „Piep“-Show.
Denn hier, hier würde er sonst ganz traurig, die Fenster vorne sind abgeklebt - für ganze 16 Tage.
Und ein trauriges Kätzchen, das ist im Königreich nicht tragbar!

Erst fand der Kleine ja die Bauarbeiter, die ihn immer so nett anlächelten und Gesten machten, ganz spannend und nett.

Wie ein Spiel war es, ihnen beim lärmenden Spiel zuzusehen.


Doch als die große Plane kam, fand er das richtig doof und maulte schon ´mal.
Guckt, wir sind verschwunden!



Dann aber, ach Du weh, hat ausgerechnet sein Lieblingsbauarbeiter, der mit der roten Mütze, auch noch seine Ausguckfenster zugeklebt!
Das konnte er gar nicht fassen.
Und er schob vor Entsetzen seinen Vorderkörper rückwärts!
Das ist tatsächlich keine Fotomontage, das Mittelteil scheint zu fehlen, ist das ein Ding?
Ich sag´s ja, Katzen sind amorph ;) - wenn sie wollen.


Nein, das gefällt ihm gar nicht!
Daher nun sein Ersatzausguck an der Nordseite.
Dort gibt es eh mehr Vögel.


Zwar ist hier kein Balkon zum Rausgehen, aber das ist ja nur vorübergehend.
Der Schulbau kommt in den nächsten zwei Wochen nun auch zu einem Abschluss,
ein riesiges Glassegel wird uns dann den Himmel spiegeln,
sowie die moderne Fassade verdecken :)),
und im Schulhof wird ein Bäumlein gepflanzt!
Dann kommen die Kleinen der Grundschule, da freue ich mich so darauf!
Endlich wieder Leben nach so vielen Jahren Bauarbeiten...
Auch das also kommt zu einem Abschluss und ist "aufgeräumt, top saniert und neu".


EinVorhang wie keiner...

Passend zum Thema Fenster arbeite ich nun seit so einiger Zeit an einer geknüpften Nachbildung meines so heiß geliebten kleinen Jugendstilvorhanges,
der leider so mürbe geworden ist, dass er in Fetzen hängt.
An vielen Stellen...



Nein, aber das war nicht Hobbit, der macht solches nicht, nicht einmal, wenn er auf der Jagd nach einer Fliege ist.
Der Kleine passt da auf –
vornehmlich, weil er es hasst, wenn sich ein Krällchen festhängt ;)).
Aber er lässt auch mit sich reden, er weiß, was mich traurig machen würde.
Er ist ein Seelchen, dieser liebe Kerl - und eine kleine Diva ;)


Nein, der Vorhang war nach über hundert Jahren so mürbe, 
dass ihn nicht einmal Flicken mehr retten konnte - 
wo man ihn länger berührte, zerfiel er...
Da half nichts, ich musste ´ran, denn ich wollte das nicht missen,
was ich hier doch immer so stolz ansah...

Für die Replik, die ich hier nun mache,
 habe ich zunächst den Knüpfknoten erlernen müssen –
und habe mir eine eigene Technik erdacht.
Letztes Jahr noch machte ich ihn falsch und der erste Versuch zeigte, dass mein Knüpfwerk verrutschte.
Dann aber konnte ich es...



Ich verwendete das Papier, das vom Büchereinbinden für die Schule übrig blieb,
und ich war begeistert, genau die Kästchengröße vorzufinden,
die ich brauchte!
Sogar haargenau!
:))


Und wie ich es ja immer nicht lassen kann, beschloss ich,
den Vorhang NOCH schöner zu machen, mit noch mehr Verve.
Wenn ich schon so viel Arbeit und Stunden investiere,
dann wäre es ja dumm, hier nicht die Möglichkeit zu einer Steigerung zu nutzen, höhö ;)
Als ich nämlich die Bravheit sah, die ich auf Millimeterpapier vom Original übertrug,

ne, da wusste ich, da geht noch ´was.
Ich werde einen NOCH schöneren Vorhang haben,
einen, der NOCH besser in meine Welt passt.


Und zum Abschluss der Bauarbeiten im Herbst wird er hier dann wie zur Belohnung aufgehängt,
ha, glatt wie im Triumph!
Weiße Seide für Fransen und die zu füllenden Kästchen habe ich mir auch bereits besorgt :)
Ja, ich finde, das passt perfekt zum Thema vorübergehend "blinder" Fenster hier vorne.


Eine wunderschöne lichtvolle Zeit wünsche ich Euch allen,
Danke, das Ihr mit mir seid,
Eure Méa,
zur Zeit der Entfaltung noch im Stadium des Verpuppens… oiiii
Dann fliege ich eben im Herbst los ;))

 Und futtere mich noch schön bis dahin... ;)



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