Dienstag, Januar 23, 2018

Schneller is´ nich´

Noch ein paar Januartage für ein wenig Erneuerung...


... Ich bin schon froh, noch ein wenig Januar zu haben. 
Das muss ich ganz ehrlich zugeben.
Sein Himmelsgrau ist mir glatt wie eine seelische Kuscheldecke -
ich hätte nie gedacht, dass mich grauer Himmel einmal so wohlig fühlen lässt.
Auch wenn ich im Moment bei solch wenig Licht Schwierigkeiten habe,
zu fotografieren,
so wie hier...


Doch während es draußen flöckelte, wurstelte ich drinnen höchst vergnügt in jeder freien Minute :)
Denn so ganz ´rum mit dem Aussortieren und Neu-Aufstellen bin ich wohl doch noch nicht, habe ich festgestellt -
bei alledem, was so alles fort oder umfunktioniert werden kann.
Und das, obwohl ich wirklich frühzeitig anfing... 
und bereits doch seit Jahren die klärende Runde drehe !?
Da geht noch viel mehr, begriff ich plötzlich. 
Eigentlich begriff ich all das mit dem Aussortieren und Nest neu bestellen ja doch schon viel länger... 

Aber nicht... SO.

Auch sie sind nun fort...




Ja, noch ganz anders ging es!
Er musste gehen, 
da ich jede Woche einen kaputten Zeh hatte.
Haute mich IMMER an ihm an, der war glatt auf der Lauer. ;)
Nun steht da ohnehin der große Sessel.
Adieu, Kleiner, hast nun ein liebendes Heim gefunden!



Ja, es ist schon so, das eine zieht das andere nach sich.
Ein wenig Zeit brauche ich noch, entmiste ich doch geradezu todesmutig auch noch den Kleiderschrank, oiiiii!

Nun, wenn ich bedenke, dass in katholischen Kirchen ja der Weihnachtsbaum bis Lichtmess stehen bleibt 
(oi, DAS würde ich nicht aushalten, am 5. zum 6. Januar werde ich da ja schon ganz rappelig),
dann bin ich ja schon regelrecht flott.




Diesmal ist es anders 

Wenn man schon so einige Aussortier-Runden hinter sich hat, 
dann wird es mit jeder Runde immer SCHWERER, habe ich festgestellt.
Jawohl! Obwohl es ja eigentlich leichter werden sollte? 
Ein geschätztes Drittel von früher blieb hier nun noch?
Doch das erklärt sich, denn schon längst sind hier die SAHNETEILCHEN dran, 
da auch die nun einer gnadenlosen Prüfung unterzogen werden. 
Die "Unantastbaren" sozusagen.

Adieu, Du Schöner...



Die reinste Scheidung ist das manchmal, kann ich Euch flüstern,
so sehr stecke ich doch noch im Materiellen.
"Sind wir das noch? Nutzen wir es, leben wir es, oder freut sich ein anderer Mensch daran viel mehr?"
Dann kommt der Familienrat. 
Und das Teilchen wird noch einmal hin- und dann wieder hergetragen, dorthin, hierhin..., bis man/frau/kind sich überzeugt hat, dass es nicht mehr hierher gehört.
Oder ein Stuhl kommt erst einmal einen Monat auf den Dachboden,
ob er weg kann oder "wirklich wirklich wirklich" fehlt...
Tat er, er kam wieder ´runter.
In diesem Jahr unseres Lebens brauchen wir ihn noch.


Ja, diesmal ist es anders, die Runde zu drehen - 
diesmal ging es mehr an den Kern.
Und diesmal... hatte ich einen ganz anderen Blick.

"Aber man kann doch nicht, so etwas kommt doch nie wieder..."

Meine Güte, wieviel Gewese um Materie ist das doch...
Gut, man soll nichts geringschätzen, natürlich nicht, wir können so dankbar sein, 
so einiges braucht man, 
und es ist auch eine gewisse Verantwortung, die man altem Kulturgut gegenüber hat.
Aber dass es schwer fällt, sich von Materie zu trennen, als wäre es ein Lebewesen?
Was hat mich denn DA geprägt? Zu Hilfe!
DAS zu erkennen, hat mich dieses Jahr einen ganzen Sprung vorwärts getragen.
Als müsste ich ordentlich den Kopf hin- und herschütteln, um wieder klar zu werden.



Und wenn man sich einmal voreilig trennte? 
Nein, da werden wir mitnichten etwas bereuen, denn dann IST es eben so, dann MUSS man eben anders weiter, ha, besser, passender -
und nur, weil man einen (vermeintlichen) Fehler machte, ist doch der ganze Weg nicht falsch?
Ich kann schließlich nicht einen Schritt nach vorne und dann wieder zurück gehen, um weiterzukommen.
Jaaah, was ist am Ende, wenn am Ende nur noch man/frau SELBST übrig bleibt? Huch!
Hahahaha, jaaaaahaaaaa, na, wer erschrickt sich denn da?
Nein, dieser Weg fühlt sich jetzt mittlerweile so verdammt (´tschuldigung, gesegnet) 
GUT an!
Und so kam es, dass wir unter anderem sagten:

Ciao Bella!

Ja, so schön es all die Jahre war
- Ihr tippt Euch vielleicht an die Stirne oder sonstwo hin,
oiiii, die Méa samt ihre Kompanie hat ´ne Vollmeise... -,
ich tauschte sie ein, die kleine Girandolina.
Für kleines Geld an ganz liebe Menschlein, die sich richtig darüber freuten.
Einer ziemlich dreisten Bieterin dagegen gab ich sie nicht, was mich sehr stolz auf mich machte.


Stattdessen prangen hier nun diese kleinen Trophäen und verströmen eine wundervolle Ruhe.



Wie? Unspektakulär für ein Entree? Laaaangweilig?
Bin ja ´mal gespannt, ob nun wieder ein Kommi kommt, 
dass es "arm" wirken würde, wisst Ihr noch? ;)
Ja, so ist es ein wenig zu öde, das stimmt,
noch dazu im schnöden Lampenlicht.
Nun, finde ich ja selbst, etwas Bling-Bling wird schon wieder dazukommen, 
habe ich ja noch DIES hier, und das will dieses Jahr "aufgeräumt" werden.
Umorganisieren ist eben dran, ich januare schließlich immer noch!
Und dann ist auch unter dem Bett beinahe nichts mehr - 
meine Güte, früher war darunter einmal ALLES doppelstöckig voll!!!


Hieraus wollen dann endlich zwei kleine Schmucklüster entstehen, jawohl.
So ein wenig "scheppse" kleine Kerlchen ;),
ruhig unvollkommen und wie ein kleines Kichern...
Einer darf dann hängend über dem Konsolentischlein des Entrées für ein wenig Funkeln sorgen.
Aber auf dem Tischlein, NEIN, da kommt uns nichts mehr hin! 
Lieber öfter ´mal eine Blume...
Denn da WILL ich es "unspektakulär" -
in meinen Augen ist die Wirkung dieses kleinen Leerraumes an sich die absolute Wucht!
Jawohl, ein snobistisch-naserümpfendes, stillvergnügtes "ich kann mir das NIX leisten", hihi,
oder so etwas von "in meiner Wohnung trage ich nur L`éssence", höhö...

Wie nenne ich es dann, den "neuen Stil"?
Muss in dieser Gesellschaft ja immer alles einen trendy-trendy (würg) Namen haben... 
Mal sehen, am besten mit "Neudeutsch"...
Wie wäre es mit: Abgehobenes Down-to-earth?
Herrlich.
Ich könnt´mich kugeln!
Nun, es ist eindeutig bohèmian ;)



Wandelzeiten

Letztes Jahr noch hätte ich diese schöne Girandole NIEMALS hergegeben.
Da hatten wir sie noch ent-elektrifiziert (nachdem wir sie damals müüüühsam elektrifiziert hatten, höm...), damit sie älter wirkt.
Doch ich nutzte sie gar nicht mehr... Ja, nach all der Zeit, es war vorbei.
Und seltsamer Weise bei den anderen Königs auch.
Wir passten nur mehr auf, sie nicht umzuwerfen.

Hier ist nun noch mehr gegangen, lauter Teilchen und auch größere Teile, 
die wir prüfend im kleinen Reich herumtrugen und immer wieder bedauerten, "nein, da auch nicht, macht keinen Sinn mehr, auch wenn es soooooooooo schön ist".
Und wieder herrschte der Leitspruch: 
"Schön ist viel, deshalb muss ich es ja nicht haaaaaaaaben!"
Es gab mir die Möglichkeit für manch´ wundervolle Spende.
Hier war gerade auch eine Bücher und CD/DVD-Sammlung für einen richtig guten Zweck.
Na, wenn das nicht passte!

Eine weitere Belohnung folgte auf dem Fuße,
denn plötzlich wirken die Teile, die bleiben durften,
noch viel mehr - 
und völlig anders!
So, wie ich mir ihre Wirkung eigentlich schon immer erhoffte.
Die Atmosphäre hier wurde dadurch noch stärker,
Marke provençelige Wohlfühl-Künstleroase - hach...
(Das Hach bitte völlig überzogen und spleenig vorstellen ;)
Bin ich durchgeknallt? Vielleicht... Doch das Gefühl ist einfach wundervoll)

Raum zu schaffen ist auch Kreativität?

Ich habe weiterhin wirklich gerne wundervolle Dinge um mich, 
um uns, die wir gebrauchen oder brauchen - 
und sei es nur, weil wir bei ihnen Kraft und Freude tanken können.
Ohne Schwingen möchte ich zum Beispiel gar nicht sein.
Doch wir werden bewertungsfreier - und das in so vielen Dingen.

Als absolutes Kind der Materialisten-Zeit und der "Haberer" wog ich mich vor Jahren wohl in einer Art seltsamer und gauklerischer Sicherheit, 
ja, habe ich mir hier geradezu einen regelrechten Schauwall errichtet?
Um zu zeigen, dass MAN es geschafft hat? WAS bitte? Und...WEM?
Unsere Freunde mögen uns dafür, dass wir ein wenig... nun... eben SO sind,
wie wir eben sind - 
und gucken gerne ´rein, was sich wieder so tut.
Wir müssen da doch keinen Eindruck schinden?
Doch was wollten wir hier früher beweisen?
Weil man Dinge hat, die MAN hat?
Wessen will man sich da versichern?
Sicherheit durch viele Dinge? Was für ein Trug - denn wenn einmal etwas ist? 
Sich darum kümmern? Die sind nicht mal eben schnell veräußert??
Woher kam das?
Vielleicht war es Unsicherheit, wohin es einmal gehen soll?
Ein Ausprobieren? 
Ja, das war und ist es wohl.
Nun, dann ist jetzt die Zeit, endgültig die Richtung einzuschlagen!
Die Spur ist entdeckt - aufgedeckt!
Anlauf nehmen ist mit leichtem Gepäck eben viel effektiver ;)



Sehe ich, was dabei herauskam, dass sich unsere "Post-Wirtschaftswunder-Eltern" in vermeintlichem Wohlstand oft regelrecht dem gehorteten Besitz versklavten 
(und wenn es beispielsweise unzählige Gebinde an schauerlichen Kunstblumen waren, die abgestaubt werden mussten, Du meine Güte...), 
dann lerne ich.
Ich lerne, dass vermeintlich ach so Wertvolles eben nur Wert hat, 
wenn man es nicht nur HAT, sondern auch LEBT und liebt, es erhalten und pflegen will und kann.

Ich sehe das manchmal, wenn es beispielsweise um Nachlässe derer geht,
die partout nicht zu Lebzeiten "ge-cleart" haben.
Da können einige Freundinnen ein Lied von singen...
Wenn man es dann zu verkaufen versucht, was da so alles war, 
merkt man zudem schnell und manchmal schmerzhaft, 
wie wenig Wertiges oft darunter ist - 
meist will keiner das Zeugs.
Wollten die Besitzer damals etwa genau DAS vermeiden?
Haben sie es daher vorher nicht fort?
Und wenn genau das weh tut, dass es keiner haben will,
ist es dann die Bewertung der Dinge, die gar den Selbstwert stützten - 
au weia...
Die Erkenntnis für die wertigeren Teile aber folgt auf dem Fuße -
man hätte mal lieber früher angefangen, noch Schönes an die richtigen Adressen zu bringen.
Es landet dann letztendlich in den Containern der Haushaltsauflöser. 
Spätestens dann platzen sie, die Illusionen.
Bloß-Nicht-Loslassen war denn damals auch das Credo, als würde das Leben davon abhängen.

Meine Sächelchen sind da zwar schon schöner, viel älter, 
auch origineller,
Gerettetes von Flohmärkten, und meist mit viel Liebe restauriert,
die Materialien noch natürlich.
Doch wer weiß, wie andere das sehen.

Nun, ich möchte das jetzt wirklich anders machen -
über die Zeit und sorgsam Schritt um Schritt,
und mich nur noch um die Essenz zu kümmern.
Der Fokus richtet sich nun mehr auf wertiges Essen in fröhlich-innigen Runden,
die uns so viel Denkanstöße und Freude liefern,
und auf Material, das die Kreativität sprudeln lässt, etwas herzustellen, das wirklich Magie hat - 
ein Eigenleben inne hat.
Für ein neues Teil geht ein anderes. 
Der Kern zeigt sich mittlerweile deutlich, kristallisiert sich aus, 
und passender als in diesem Monat kann ich das wohl nicht leben und voran bringen, finde ich...
Und stecke deshalb noch mittendrin.

Ein neuerWeg -
oder ist es eher derWeg, den ich bestärkter weiter gehe?

Wohin bringt mich das alles wohl noch? 
Na, ich bin gespannt! Und bereit.
Kunst um mich herum, mein kleines Atelier, 
das mag ich natürlich nach wie vor sehr, 
ach was, mehr denn je -
um damit zu leben und es anzustaunen, mich selbst regelrecht daran "voller Leben laufen zu lassen".
Ich bin (noch) kein Mensch, der gar nicht an Materie hängt,
das wirklich nicht.
Denn einen Stein-Engel, überlebensgroß, ja, den würden wir nehmen,
mitten ins Königreich würden wir ihn stellen! -
und vielleicht würde ihm unsere Bewunderung und Freude an ihm glatt Leben einhauchen, wer weiß?
Kunst, ja...
Um diese herum aber will ich so wenig ALLTAG wie möglich, 
und nur so viel wie nötig.
All die damit verbundenen Bewertungen, Aufforderungen, Begrenzungen und Bedeutungen kann ich nämlich so gar nicht gebrauchen auf meinem weiteren Weg in mein immer erneuertes Leben.
Ein Leben, in dem ich noch wachsen will,
falls ich das kann.
Hier ist jetzt eine eigene Welt, 
sie atmet etwas solch Besonderes und Kräftigendes,
und irgendwie vermittelt es mir immer ein wenig unbeschwertes Urlaubsgefühl...



Ich bin nicht mehr das junge Mädchen,
das ich einmal war.
Schon so lange nicht mehr. 
Das hatte ich, jetzt habe ich anderes :)
Ich MUSS weiter.
Ob sich ein Baby kurz vor der Geburt auch so fühlt?
Ja, weiter muss ich, frei, frei, frei, und auf Schwingen!
Und der Leerraum, den ich schaffe, der ist ein Teil davon :)

Auf weiterhin frohes Januaren,
meine Lieben!
Sagt, spinnt Ihr auch manchmal so vor Euch hin, 
wenn Euch der Alltag und die leider so unvermeidlichen Sorgen eine Lücke lassen?
Die Kraft ist in dieser Hinsicht nun doch ganz ideal um uns, was meint Ihr?
Sie spiegelt sich aber eben auch darin, 
dass der Anfangselan geradezu "auf Eis" stößt,
es noch beileibe nicht rund läuft.
Aber keine Sorge, das ist in der Atmosphäre, das liegt nicht an uns,
nein nein,
lasst Euch bloß nicht verunsichern,
nur weil alle so tun, als starten sie problemlos durch.
Tun sie nicht.
Ich jedenfalls brauche noch diese letzten Tage des Januar,
das habe ich wohl gemerkt.
Denn... 
da geht noch viel mehr ;)


Eure freudige Méa,

Freiraumschafferin und unverbesserliche Träumerin im Schwebezustand ;)

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DANKE :)

Sonntag, Januar 14, 2018

Januar-Tage

Wie schön es ist!


Um über die Jahre nicht verloren zu gehen...
Ich habe mir gehöööörigen Überblick verschafft.
Erst in mir selbst...
Die Rauhnächte und das Düster-Dämmrige waren da sehr hilfreich -
und so habe ich ausgeräuchert und verbrannt.

Daraufhin galt der Überblick dann dem, was ich eben nicht mehr bin und lebe.
In Absprache mit König und Kiddis wurde hier daher einiges Überkommenes veräußert,
Terrinen, eine Girandole, ein Fauteuil, ja, hier tat sich einiges.
Auch Dinge, von denen ich vor kurzem noch dachte,
"nie gebe ich das her"...
Als nächstes habe ich beherzt Bankangestellte, Versicherungen und Finanzbeamte mit Fragen gelöchert,
ich glaube fast, sie waren ein wenig... genervt ob meiner "Ideen"
und meinem abstrusen Bemühen,
auch alles genau und richtig verstanden zu haben.
Nun ja, ich war... ziemlich hartnäckig ;)


So einiges ist nun in die Wege geleitet, 
in den Ordnern ist erst einmal Ruh, 
sogar die Steuererklärung ist soweit vorbereitet,
wie es eben geht.
Ja, ich habe die Fächer ge-cleart, wie man so schön sagt.
Und es folgte stille Freude und Erleichterung.




Zudem habe ich ja ganz fürchterlich stolz mein erstes Kalenderblatt bewerkstelligt.
Das war mir wichtig, es war glatt wie ein Fahrplan für mich.
Der Januar mit seinem Wolfsmond ist also nun so richtig präsent in mir,
und das freut mich ganz außerordentlich,
da es (für den Anfang) doch einigermaßen manierlich geraten ist.



Die ruhige, erhabene Kraft dieser Tage...

Ja, in diesen Tagen will ich, 
dass hier bei aller kuschelig-nestigen Gemütlichkeit 
auch großer Freiraum und größtmöglicher Überblick herrscht.
Dass alles ein wenig die
Erhabenheit und Ruhe dieses kraftvollen Monats 
spiegelt.

Nein, hier ist noch gar nichts los - soll auch nicht...

Wie in der Natur draußen brauche auch ich jetzt Klarheit und Überblick -
 und auch ein wenig Freiraum vor der bald beginnenden Üppigkeit.
Denn diese Zeit nun, sie LÄSST mir Zeit!
Es ist keine Zeit für Frühgeburten...

Mit offenen Armen

 Wenn ich loslasse, was mich hindert oder einschränkt,
was nicht mehr "ich ist",
brauche ich keine Angst haben vor dem,
was all das bewirken, ja, anziehen könnte.
Das ist meine felsenfeste Überzeugung.
Lebe ich jetzt diese Energie, dann begleitet mich die ruhige Kraft des Januar.

Eigentlich wird das nicht schön, was mich erwartet,
da wir ein Baugerüst rundum bekommen
(kein Licht mehr, kein Balkon dieses Jahr...),
doch das kann ich nicht ändern.
Es ist notwendig.
Widerstand zwecklos. 
Ich kann nur voran machen.
Und das werde ich!
Meine Arme werden nach diesem Januar weit offen sein.

Die Stolpersteine auf meinem diesjährigen Weg sind jetzt schon groß,
aber so ich kann, mache ich aus denen vielleicht noch einen Aussichtsturm, wer weiß?
Und wer weiß, was ich dann erst sehe und begreife?

Die Sachen, die ich noch zur Jahreswende unbedingt hier haben wollte,
sie wanderten ab auf den Dachboden.
Die Winterkiste dort füllt sich wieder,
erfreulicher Weise nun nur noch zur Hälfte,
da ich auch hier genau einer Prüfung unterzog, was noch "wir ist".
Hier unten aber ist Platz machen angesagt.

Die antike Tortenschachtel samt Inhalt (der Federkranz) ist nun nicht mehr hier.
Sie ist aber noch nicht veräußert, sie darf noch eine Jahresrunde bei uns,
beziehungsweise in der Winterkiste bleiben...



Wie man das so angeht,
so kommt man auf völlig neue Ideen.
Oft sieht man auch jetzt erst etwas,
das vorher wie "getarnt" war, 
wie einem jetzt in (und unter) einer laublosen Hecke auch so manches auffällt...
So wird es nun ruhiger hier, noch natürlicher,
und meine Kreationen und -önchen,
die mir immer noch wichtiger werden,
 haben dafür den großen Auftritt.
Sie atmen in diesem kleinen Reich den goldenen Zauber, 
wie es auch so mach uraltes Teil hier tut.
Das fühlt sich unglaublich gut an und fängt mich auf,
wann immer es mir einmal nicht so gut geht,
denn ich bin leider mitnichten Méa Robusta,
und wir alle haben ja so unser Paket zu tragen...

Die Schwingen hier scheinen für mich so einiges zu tragen 
und machen mich regelrecht glücklich.
Von ihnen scheint eine Kraft auszugehen -
vielleicht unter anderem die, die ich in Beharrlichkeit in sie hineingesteckt habe.
Sie werden bleiben.
Durch das Reduzieren anderer Dinge im Raum ist sie auch nicht zuviel, diese federige Wucht, finde ich.

Das Räucherpfännlein, der Stern und der Winterbaum dagegen,
sie alle sind nun wieder verstaut und warten auf den nächsten Dezember...


So wie es meiner Chocolatkiste ging, ...


... die damals nicht mehr hoch in die Wintertruhe wanderte, 
weil sie derzeit ja einen neuen Job hat 
(Austernschalen hüten und Urlaubserinnerungen wachrufen),
parkte sich die Park-Bank (höhö) nun neben dem Kamin.
Ja, sie dachte mitnichten daran, wieder auf den Dachboden zu gehen!
Sie hatte Recht.
Es ist, als hätte sie dort an diesem Platz schon immer sein sollen...

Ach, und alleine, dass der Kleine dort so herrlich um die Ecke spitzen kann!


Ganz "zufällig" war er da, Ihr hättet ihn sehen sollen, wie er da hin- und herlief - sein neuer Catwalk.
Guckt ´mal, wie stolz der ist!


Alles, weil ihm die Bank gefällt und er natürlich Mamas Bewunderung einheimsen wollte, wie geschickt er ist ;)
Ich habe natürlich gebührend meine Bewunderung ausgedrückt...


Am Abend liegen dann dort alle Quilts stets wieder brav aufgeräumt,
es passen da auch alle so schön drauf...

Der Ohren-Sessel steht dafür nun behütend vor der Balkontüre, 
wie er es früher bereits jahrelang tat...


Der weitere neue Lieblingsplatz des Kleinen -
zum Schnurren, Überblick gewinnen, Sonnen, Puuuutzen und Nachdenken...




Und hiiiin und wieder versenkt der Schlingel dort oben glücklich enthemmt seine Krallen, wie man sieht... 

Aber habe ich nun auch so manches verkauft - 
es kommt auch wieder etwas hinzu.
Wir konsumieren zwar sehr wenig, aber dennoch, 
vor allem eben Gebrauchsgut, das nötig ist.
Und so war ich überglücklich, der Töpfer Sebastian hat nämlich endlich wieder getöpfert :)
Ganz anderes, als das, worum ich ihn bat, 
doch es ist königlich geworden.
Ich wollte ja eigentlich weiße größere Schüsseln.
Die hatte ich bestellt - und Teller, ohne Rand.

Nun, sie sind nicht weiß , und Teller sind es auch nicht - aber Schüsseln ;))
"Austernschalig" sind sie obendrein und wundervoll.
Der Töpfer gibt Schamott mit hinein,
und so sind sie so dünnwandig und doch so stabil, und ich bin hin und futsch.
Dass die Glasur innen viel zu rau geraten ist und manchmal wilde Berg- und Talbahnen aufzeigt,
ach, völlig egal.
Am schönsten ist aber das, was man hier nicht zeigen kann: 
Der Klang beim Benutzen und das Gefühl, wenn man sie in den Händen hält...
Hachzzz!

Zu den Weihnachtstagen hatten wir da also wirklich Bescherung.
So lange hatten wir hierauf gewartet...
Beinahe ein ganzes Jahr.




Diese Schüsselchen sind übrigens nicht schwarz, sondern schwarzbraun - beinahe wie guter Humus.
"Irden" eben. 
Schöööön...





Ja, das war noch eine große Freude zu Weihnachten, 
und jetzt, jetzt sind wir ja schon wieder ganz fröhlich, 
denn zudem ist hier der Startschuss im Atelier für ein weiteres magisches Tierwesen gefallen!
Wandpferd?
Najaaaa, wie man es nimmt - es wird diesmal... ein wenig anders ;)

Es fristet im Moment sein Dasein im momentanen Nilpferdstadium,
doch es geht voran...
Ich scharre schon, dass ich loslegen kann!


Neue Schwingen werden auch gerade geboren,
dass es eine wahre Freude ist.
Unter anderem ist auch ein Mond in Arbeit, ein kleiner...
Ich muss schon sagen, das Atelierchen startet wirklich höchst manierlich :)


Etwas Kuscheliges hatte ich mir dann auch noch vorgenommen.
Denn während ich die Bretzel meiner letztjährigen Backerei behalten hatte, 
fand ich das andere, nun, nicht so gelungen...,



... und so packte ich die Gelegenheit beim Schopf und machte dies hier,
ganz profan und einfach darf ja auch ´mal sein:




Ich mag meine Kammer im Januar einfach als Knusperhäuslein haben!
Da bin ich eben eine unverbesserliche kitschige Märchentante...
Das hat dieses Gemütliche und
wir haben diese alte Tür und das Fensterlein schließlich nicht umsonst eingebaut.
Meine Güte, war das damals eine schöne Aktion (Link).

J
a, warum denn nicht ein wenig Märchen in der kalten Zeit?
Ist schließlich tiefster Winter jetzt;
außerdem kommt solches aus altem Brauchtum der Region, 
aus der ich stamme.

Der Trick dabei ist, es eher lange lange trocknen zu lassen, 
bei nicht einmal 100 Grad zuerst - 
am besten mit einem Kochlöffelstiel, der in die Herdtür geklemmt wird, damit sie nicht ganz schließt.
Erst später dann kann man heißer drehen,
so wirft es keine Blasen.
Das dunkle lange Herz gefällt mir nun besser als das breite davor,
vor allem dieser "Brotrindencharakter" :))
der war gewollt.

 (Jacqui, falls Du das hier liest, Du hattest gleich die längere Variante gemacht, stimmt absolut, sieht viiiel besser aus).

Vor lauter Backfreude, wo ich doch schon ´mal dabei war,
habe ich auch noch den ein oder anderen Méa-Stollen gebacken,
denn hier geht das weg wie nix ;)


Zum Schluss dieses heutigen kleinen Januar-Streifzuges durch das kleine Königreich 
möchte ich noch etwas Schönes mit Euch teilen:
Dieses Archiv hier -
vielleicht habt Ihr ja Lust zu stöbern,
falls Ihr das noch nicht kennt.
mir hat es sehr gefallen und mir für das neue Jahr doch so einige Ideen in den Kopf gezaubert :)).

Diese hier besonders:

Dies war ein kleiner Lagezustandbericht,
ich mache dann mal weiter, 
einiges will noch woanders wohnen,
huiii, hoffentlich geht alles gut weg in freudige, liebe Hände,
wo es "gelebt" wird.
Bei mir nicht mehr.

Eure Méa,
die den Januar feiert und sich freudig an die Aufträge macht :))

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
da hatte Hesse so Recht...


ür alle, die Interesse an meiner Ateliersarbeit haben,
und die die rechte Klickleiste meines Blogs nicht einsehen können:

Link                                        Link


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Spiegel, Schwingen und magische Tiere 
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