Mittwoch, November 15, 2017

November-Einkehr

Nebelmond undWinterblätter



Trister November? 
Na, dann mach´ich eben´was draus!

Der Vollmond des November,
er kam früh. 
Am 4. schon war er hoch und hell am Himmel gestanden, 
um Tags drauf das Novembergrau mit all den Nebeln zu bringen, 
die diese Zeit so ergreifend machen.
Der graue Lord legt sie wie mit einem Schwung seines Umhanges 
übers Land, 
um unsichtbar zu wandeln und um zu sehen,
was die Menschen aus diesen Tagen so alles machen. 
Im Nebel blickt er durch so manches Fenster...
Er ist eine Erfindung von mir, die mir allerdings nach und nach immer mehr gefällt und zu meiner Realität wird ;),
so bin ich eben...


So stelle ich es mir vor:

Er kommt zum Leben,
wenn es November ist.
Er kommt von weit weit her...

link

Er ist es, der gebieterisch die wilden Horden mit sich bringt,
ein wissendes Lächeln auf den Lippen - 
in seinem Gefolge die Stürme mit ihrer gnadenlosen Peitsche,
alles dort draußen gänzlich leer zu fegen.
Sein treuer Gefährte ist ein großer grauer Wolf mit silbrigen Augen,
die Zeit des Mondes einzuleiten.
Und da,
die weiße Frau,
die die Kälte bringt, um damit nach und nach die Farben der Pflanzen zu nehmen.
Sie kam ihm entgegen,
dem Grauen, ihn mit ersehntem eisigen Hauch willkommen zu heißen,
und sie kam aus der Pforte des Winters geschlüpft.

Schaurig schön, nicht?
Hach...



Wenn all das geschieht,
sind wir in diesen November-Stunden nicht mehr abgelenkt vom munteren Treiben und dem Wachstum der Natur wie in den vergangenen Tagen.
Das Jahresrad dreht deutlich langsamer,
jetzt, da der Nebel die Welt verhüllt.
Die Kälte und der Sturmwind weisen uns ab,
machen alles kahl und schicken die Bäume in den Schlaf.
Es bringt uns zu uns selbst,
bevor sich die Pforte für unser Sein im Winter ganz weit öffnet...

Nun, eines sieht er nicht mehr,
der Graue,
zieht er hier mit neblig kaltem Hauch vorbei:
Die Kürbisse des Oktober - denn sie sind nun fort.

Es war so schön.
Ich freute mich über die gelungene Kürbisjagd und darüber, 
die kugelrunden Kerlchen jeden Tag zu sehen.


Sie bescherten uns und den Kindern noch ein wundervolles Samhain:



Aus dem Kürbis-Inneren machten wir eine herrliche Suppe,
die wir standesgemäß zu einem Gruselfilm in fröhlich angegruselter Runde futterten.

Auch die kleinen Koboldkürbisse, die die Küche aufgrund ihrer Winzigkeit wie verwunschen aussehen ließen, 
sind nun weggeräumt...


Ja, sie sind jetzt fort, die koboldigen runden Kerlchen,
denn wenn die Bäume kahl geworden sind,
wird es für sie wirklich Zeit zu gehen...


Im November steht es nun an,
mich noch mehr zu finden.
Eine Zeit der Einkehr ist es, 
mich auszudrücken in fröhlichem Wirken -
und Vertrauen zu sammeln auf das, was kommt.

November-Frust wie bei vielen kommt hier wahrlich nicht auf,
lasst Euch da mal nicht anstecken -
manche arme Leutchen begreifen halt nicht,
was gerade vor sich geht und sind blind dafür,
was uns so fröhlich machen kann.

Früher wurde von unseren Vorfahren dieses Ende der oberirdischen Vegetationszeit auch bereits gefeiert -
als den Beginn eines neuen Jahres,
denn nun ruhte der Samen ja bereits in der Erde!
Was für eine andere Sicht der Dinge...
Großartig.

Für uns geht es nun auch an einen Aufbruch. 
Einen Aufbruch in tiefere Schichten...
die noch brach und verborgen liegen.
Dieser Monat ist wahrlich geheimnisvoll in seiner mächtigen Würde.

Und wenn es so stimmungsvoll ist in diesem kleinen Reich,
dann ist es mir einmal mehr, 
als sei ich in einer anderen Zeit und einer anderen Welt.
Es ist an mir, etwas aus diesen Tagen zu machen -
an mir, und nichts und niemandem anderem.
Ich staune dann oft über die Wucht der Atmosphäre, die wir hier erschaffen haben,
die aber auch wiederum mich prägt und anstiftet,
noch mehr zu zaubern.
Zudem brauchte es dazu wahrlich keinen großen Aufwand...



Winterblätter

Die Kürbisse sind weg und die Bäume kahl.
Na, da fiel mir gleich etwas ein - 
und so machte ich kurzerhand Winterblätter für meinen magischen Spiegel.

(Dieser ist übrigens auch selbstgemacht aus einem Rahmenfragment und einer Glasscheibe, die ich verspiegelt habe - 
wer´s nachsehen will, kann hier klicken)

Ich wollte so etwas ja schon so lange einmal machen, 
und jetzt war zwar auch keine Zeit dafür,
aber nun machte ich es einfach.
Macht einen großen Spaß, kann ich vermelden!
Habe die Blätter aus Kartonpapier ausgeschnippelt, ...


dann dünn mit ein wenig Pappmaché bestrichen, ...



... weiß angestrichen und dann patiniert.



Ich habe vor allem die Ränder ein wenig dunkler gemacht.
Ruhig schön unperfekt, dachte ich mir...

Das Ganze habe ich, noch ein wenig feucht vom Bemalen, zurechtgebogen, 
ein Löchlein hineingestanzt...


und an einem Zweiglein befestigt.


Und ein Blatt, eines nur, das habe ich dann hoch-feierlich und wie hingehaucht mit echtem Blattsilber überzogen.
Das hat so etwas Königliches.



Zum Schluss habe ich all das, was nach Draht aussah, schnell noch mit Pappmaché und Farbe kaschiert.




Voilà. 



Ja, so mag ich das :)
Dieser kleine November-Schmuck ist dann auch schon der Anfang meiner Dekoration für das Winterfest, 
wenn die Rauhnächte beginnen - 
ach, das wird schön!
Was meint Ihr?
Mal ´was anderes zum Fest...

Und überhaupt,
während es draußen grau und kalt ist,
huiiiii,
sieht man hier nun ohnehin allüberall die Sternlein blitzen.
Auch sie machen aus dem Grau Silber, 
und der Kälte begegnen sie mit warmem Funkelglimmer.

Wenn das alles Mylord November nicht schnurren lässt ;),
jaja, er soll mal schön hier reingucken, hier gibt es jede Menge zu sehen!



In weichem Vogelsand sind sie gut aufgehoben,
bis sie ein anderes Heim schmücken, 
in dem dann diese Tausende klitzekleiner Spiegelstückchen blinken und blitzen -
denn schließlich sind sie aus uraltem Spiegelglas...
So ein wenig dunkel dräuend haben sie nichts mit dem üblichen Weihnachts-Bling-Bling zu tun 
und wirken schön antik.
Wer weiß, vielleicht wirft ja auch die ein oder andere Winz-Scherbe eine Reflektion aus alten Zeiten zurück?
Ach, sowas mag ich!
Auch wenn die kleinen Kerlchen mich beim Herstellen manchmal scherben-stachelig in die Finger pieksen wollen...
Nun, die Pinzette liegt immer griffbereit - der Gedanke an eine gewisse Spindel auch...

Hier jedenfalls passe ich ebenfalls gut auf, mich nicht zu pieksen ;)
Meine Noël-Banner haben ja nun ebenfalls Hochkonjunktur, 
und ich lasse hier die Nadel ihre vielen kleinen Stichlein tun  - 
schön ist das...


Ihr kennt es ja sicher noch... (link)



Apropos schön pieksig: 
Obendrein habe ich von der Blumenfrau noch einen Schlehenzweig bekommen,
bin ja ganz selig! 
Wie das alles wieder zusammen passt...
Ich finde ja Schlehen und November ein großartiges Paar!
Kleine Novemberkugeln sind sie mir... - über so etwas kann ich mir einen Elch freuen!



Grau getünchte Eichenblätter mag ich auch sehr in diesen Tagen:
Wie Nebel-Rauch...

Sind die nicht très novemberig ;) ?




Ob die schimmeln oder trocknen, was meint Ihr?
Ach, einfach ausprobieren...

November

Silbrig-weißer Nebelschein ist nun der Glanz,

der wie auf Rauchschwaden durch die Räume zieht.

Die Räume, in denen man nun so viel lieber ist.
Ein Fest ist es mir,
all diesem mit einem Funkeln zu begegnen!

Habt es magisch, Ihr Lieben,
und funkelt schön,
Eure Méa,
im Traumland hinter der Schlehenhecke ;)

Post Postum: Falls Ihr denkt, ich spinne, habt Ihr Recht.
Und wie ich spinne!
Geschichten und Ideen spinne ich, webe sie ein in mein Leben und in meine Arbeit :),
damit sie Seele hat.


Nachtrag:

Letztlich hatte JDL noch eine 
Berichtigung auf Facebook veröffentlicht.
link
Aber dieses Kapitel ist nun abgeschlossen,
die zauberischen Bilder waren mir ein wunderschönes Geschenk :),
und ich freue mich!
Denn alles andere habe ich losgelassen wie die Bäume nun die Blätter 
und wird überstrahlt vom goldenen Lichtlein in mir.
Bin schließlich Königin ;))


Für alle, die Interesse an meiner Ateliersarbeit haben,
habe ich für kurze Zeit
✴ meine Weihnachtswelt 
in einer kleinen Übersicht zusammengestellt:


 

Und für alle, die die rechte Klickleiste* nicht einsehen können:


link                                        link


Kontakt + pdf-Kataloge meiner Skulpturen, Spiegel und Schwingen gerne
unter le.roi-strauss@web.de

* In der rechten Leiste (über die Blogger-App zu sehen oder auf dem PC, leider nicht auf dem Handy ohne die App...)
 findet Ihr mit einem Klick
auch viele Vorher-Nachhers zur Wohnungsgestaltung, Techniken, die sich über die Jahre bewährt haben,
Aktuelles,
beliebte Posts, meine Pinnwände, Verweise auf andere Künstler und noch so einiges mehr...
Nicht zu vergessen: Den ehrenwerten Monsieur Honoré und andere Akteure ;),
sowie ein Mäusemärchen.


TROTZ SORGFÄLTIGER INHALTLICHER KONTROLLE ÜBERNEHME ICH KEINE HAFTUNG FÜR DIE INHALTE EXTERNER LINKS, DIE IN MEINEM BLOG ZUGÄNGIG SIND. 
FÜR DEN INHALT DER VERLINKTEN SEITEN SIND AUSSCHLIESSLICH DEREN BETREIBER VERANTWORTLICH.
*
AUCH MÖCHTE ICH ANMERKEN, DASS ALLE DESIGNS - auch der Skulpturen und Skulptürchen!, BILDER, TEXTE UND GRAFIKEN, SOFERN NICHT ANDERS GEKENNZEICHNET, MEIN EIGENTUM SIND 
UND SOMIT URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT. 
DIESE DÜRFEN NICHT OHNE MEINE AUSDRÜCKLICHE ERLAUBNIS KOPIERT ODER WEITERVERWENDET WERDEN,
es sei denn zum TEILEN auf INSTAGRAM und PINTEREST, 
seid dabei aber bitte SO ANSTÄNDIG UND VERLINKT, 
BZW. GEBT MICH ALS QUELLE AN.

DANKE :)

Mittwoch, November 01, 2017

Jeanne D´Arc Living, die Zweite - Das kleine Königreich voller Sterne

Noch einmal und doch ganz anders

Jeanne D´Arc Living, November-Issue 2017/11

Eine kleine Reportage über unsere letzte kleine Weihnachtswelt
ist in der Jeanne D´Arc Living erschienen.
Leider wurde zu den wundervollen Bildern ziemlich Seltsames berichtet,
ja, gar Wunderliches,
unter anderem mache ich meine Sterne mitnichten auf die dort beschriebene Weise,
das würde so gar nicht gehen...
und auch die Blog-Adresse ist leider vollkommen falsch.
Das mit dem Silber-Glasglitter aus Stangen (?) hat mich auch sehr überrascht,
da mein antiker Glasglitter damit wahrlich nichts zu tun hat.
Der Text ist auch in anderen Punkten seeehr seltsam geraten...
Witzig auch, dass sie schreiben, hier hätten früher Hippies gewohnt ;)
Hmmmm???

Eine Berichtigung ist nun auf facebook erschienen.

Ach, aber egal, was soll´s, nicht wundern,
ich freue mich trotzdem über die süßen Bilder,
die sind wirklich so fein geworden.


 Jeanne D´Arc Living, November-Issue 2017/11

 Jeanne D´Arc Living, November-Issue 2017/11

 Jeanne D´Arc Living, November-Issue 2017/11

Hippies wohnten hier vielleicht auch, aber es war einmal ein Künstlerviertel, 
heute wird es leider mehr und mehr zu einem Yuppieviertel...
Mein französischer Kamin ist selbstgemacht (link),
der Spiegel völlig verändert (link),
Die Flügel sind Teil meiner Collection
und über meine mail-Adresse erhältlich.


Ich mache meine Sternlein ganz anders...

 Jeanne D´Arc Living, November-Issue 2017/11

Meine Weihnachtsfahne ist das Noelbanner, das ich herstelle,
wie auch die Schwingenspiegel,
und Teil meiner Weihnachtscollection..


Jeanne D´Arc Living, November-Issue 2017/11

Der Glasglitter ist antik,
ich habe damals einen großen Sack  davon erworben.
Ich liebe es, wenn meine im Atelier hergestellten Kerlchen aussehen wie aus einer anderen Welt und alten Zeiten,
sie haben echte Patina, die mit der Zeit stärker wird,
deshalb verwende ich ihn -
auch wenn man sich daran herrlich in die Finger stechen kann ;)
sind ja winzige Scherben, die übrigens aus altem Spiegelglas hergestellt wurden.
Auf den Bildern wird das Funkeln verschluckt,
ist aber auch ganz ganz schwer festzuhalten...
Trotzdem finde ich das Bild ergreifend schön, das der Fotografin da gelungen ist und freuiii mich :)

Jeanne D´Arc Living, November-Issue 2017/11

Guckt mal, meine schönen Lebkuchen, sind die nicht schnuffig?
Nun, die meisten Möbel sind vom Trödel, waren oft nur teilweise vorhanden und haben Gebrauchsspuren, die ich ihnen verpasst habe ;))
In der rechten Klickleiste sind viele Tricks und Vorher-Nachhers für alle, 
die meinen Blog noch nicht oder erst kurz kennen.
Vielleicht kann ich ja so etwas schenken, dachte ich mir :)

Jeanne D´Arc Living, November-Issue 2017/11 

Jeanne D´Arc Living, November-Issue 2017/11

Jeanne D´Arc Living, November-Issue 2017/11

Als Jeanne D´Arc Living uns vor drei Jahren in einer Wohnungsreportage vorstellte, 
sah hier alles noch anders aus.
Diese erste Veröffentlichung aber,
ich sah sie vor mir liegen und stellte fest, nein, so sind wir doch gar nicht.
Warum nur hatte ich damals alles weggeräumt,
was mich neben dem Schreiben so ausmacht, unser Wirken?

Eine Fotografin fragte mich später verwundert,
„I saw the nice pictures of your home… But I thought by myself, where is Méa???“,
und machte sogleich zwei Reportagen über uns!
Was war das schön...,
denn plötzlich war alles voller Leben.
(Hier der Link zu den früheren Reportagen):




All diese Einblicke von "außen" waren so wichtig
und erst all die Anstöße von lieben Freunden und Bekannten.
Sie halfen mir hier, 
so einiges in Gang zu bringen –
und auch, mich überhaupt zu trauen, mit dem Bloggen anzufangen.
Ohne all das hätte ich das nie getan,
ich hätte mich lieber versteckt!
Seither, ich hielt es auf den Posts fest, ist hier so viel geschehen.



Mehr und mehr wuchs das kleine Königreich über sich hinaus,
wie auch die Kinder im Sauseschritt größer wurden -
und aus der Wohnung wurde immer mehr ein Atelier.
Ein Atelier, in dem beinahe jeden Tag voller Liebe und Einsatz gezaubert wird.
Fröhlich-feierliches Familienleben und kreatives Werkeln sind bei uns ohnehin nicht zu trennen.
Auch im Alltag nicht, denn alleine schon das (etwas andere, weil oft seeehr experimentelle) Miteinander-Kochen ist liebgewonnenes Ritual,
wie auch das Leben im Einklang mit den Energien der Jahreszeiten.

Und so freue ich mich so sehr, dass es jetzt so viel mehr hier ist,
und sich seit dem letzten Shooting alles sogar noch ein wenig weiter entwickelt hat.
In dieser kleinen Welt sind kleine Schrittlein schon groß.


Voller Freude danke ich Euch für Euer Mit-Mir-Sein,
denn ohne Euch wäre das alles niemals möglich,
das weiß ich sehr wohl J
Und so umarme ich Euch fröhlich und feiere mit ein wenig Cidre,
der noch aus dem Oktober kommt,



... dann aber nix wie auf in den November mit Glühpunsch und den ersten Méa-Lebkuchen!
Ach, das wird erst schön, es wird nun vorweihnachtlich in meiner Welt...
Wie in der Zeit, als das Weihnachts-Shooting stattfand,
dessen Veröffentlichung nun hier vor mir liegt.





Eure Méa

Bis denne!

Für alle, die Interesse an meiner Ateliersarbeit haben,
habe ich für kurze Zeit auf meinem Blog auch meine Weihnachtswelt in einer kleinen Übersicht zusammengestellt:
Hier der Link




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