Mittwoch, Februar 21, 2018

Radicula...

... und derÜberdauerungszustand


Sehe ich auf das Hin und Her diesen Monats zwischen Frühling und klirrend kaltem Winter, 
dann sehe ich einen Februar, als hätte man ihn glatt inszeniert, damit er in die Beschreibung passt.
Spätwinter.
Und ich weiß, ein bisschen noch, nur noch ein wenig, bevor der ganz große Durchbruch kommt.
 Die Samen im Schoß unserer Mutter Erde,
sie spüren es auch.
Manche verankern schon ihre Wurzelchen.
Dort unter dem Gefrorenen herrschen trotz allem Plusgrade, 
doch viele Samen sind wasserarm und daher noch in einem sogenannten Überdauerungszustand.

Überdauerungszustand - 
ja, das trifft es doch!
So fühle ich mich bald auch, überdauert, oi.
Die Anklänge an die Worte "überfällig", "Ausdauer" und "bedauernswert" sind da natürlich reiiin zufällig ;)
Nein, aber Spaß beiseite,
die kleinen Kerlchen mussten ja zunächst eine ganze Menge Wasser aufnehmen und quellen -
dann erst kann als erstes die Wurzelanlage, genannt Radicula, durch die Samenschale brechen.
Herrlich radikal, also "an der Wurzel", nüchwahr? 
Also nix mit, huiii, ich keime, ab nach oooben ins Liiiicht.
Neeee, erst ´mal schön die Wurzeln ausfahren, gell?

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Das Ausbilden der Wurzel und all der klitzekleinen Verästelungen steht jetzt also an,
sich ordentlich zu verankern im Mutterboden und sich zu nähren,
während droben der Kampf aus den Urzeiten herrscht -
gewaltig und unverfälscht,
direkt an den Wurzeln unseres Seins.
Sie bekommen nun Nahrung und Energie,
bis sie voller Kraft sind wie all die Winterknollen in den Feldern.

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Und daher ist ein Februar hier eben noch nicht März.
Gar nicht.
In unseren Breiten ist es wirklich nichts für Schwächlinge,
den Februar nicht nur zu überdauern, sondern zu feiern!
Doch seltsam, weiß ich um die Prozesse und den Sinn darin, 
dann geht es mir damit richtig gut - 
bis sich endlich der Vorhang hebt und das große Durchbrechen nach oben hin zum Lichtnähren kommt. 

Und davor, wenn man genau aufpasst, gibt es Momente, da vermeint man von ganz weit her und leise ein Lachen zu hören.
Es ist das Frühlingslachen des so jungen Jahreskindes, das sich auf den Weg gemacht hat...


 Symbole der Kraft 

Die Knollen der Winterfelder, diese Kobolde der Küche,
sind nach all dem Ausputzen diese Tage, das mir ja solch einen Spaß machte,
immer noch eine große Freude und unser Fest - 
sie geben mir weiterhin ordentlich Kraft!
Und die kann ich jetzt wirklich brauchen.
Lebensnotwendig.
So geheimnisvoll sind sie, kommen so dunkel und schlicht daher,
diese Nährstoffbomben...


Und sie gedeihen jetzt - ich meine... JETZT!?
Was für ein Geheimnis haben die?
Komme ich dann in meine Küche, so freue ich mich schon auf diese ausgebuddelten Schätze.



Archaisch und koboldhaft sehen sie aus, wie aus Urzeiten,
und ich bereite sie so gerne zu...



 Jagd frei auf dieWurzelfresser!

 Mein Leben sieht nun ganz anders als früher aus -
und darüber bin ich HEILfroh.
Viel zu angepasst war ich noch vor gar nicht so langer Zeit, 
viel zu wenig traute ich mich, MEINEN WEG hocherhobenen Hauptes zu gehen.
Es war viel zu wenig ICH - denn ich hatte doch glatt meine Flügel versteckt,
bis sie beinahe verkrüppelten.
Warum?
Nun, ich fand mich so oft nicht wieder in dieser Gesellschaft.
Meine Werte, nach denen ich lebe -
bei anderen wurden eben die eingetauscht gegen das Geltende, das Übliche, Anerkannte, den falschen "Fun"...
Oft gegen das, was das zerstört, das ich liebe -
die Tiere und die Natur auch meiner Kinder.
Das, was der Schöpfung schadet, die wir doch eigentlich als Geschenk bekommen haben.
In Überfluss.
ANVERTRAUT bekamen?
Ja, früher dachte ich manchmal, etwas stimmt nicht mit mir... 
weil ich den falschen Bezugsrahmen ansah,
mich verunsichern ließ und kaum Menschen fand, die so tickten wie ich.

Heute veralbert mich kaum noch einer bezüglich meines Lebensstils,
heute, nach so vielen Jahren, werden "solche wie ich" mehr.
Doch früher war das anders.
Ob sich manche daher nie verpuppten?:






Heute stelle ich mit Stolz auch große Schwingen her.
Halt finde ich zunehmend in mir selbst, 
bei meinen Herzensmenschen und dieser kleinen unverwechselbaren Welt, 
in der die Atmosphäre so stark ist -
 durch genau ihre Eigenart,
die mich trägt und auffängt,
wenn ich nicht gerade voller beinahe kindlicher Erwartung in die Welt hinausstürme.

Eine Welt, die nicht nur uns Freude bringt,
und die so oft in Magazinen vieler Länder war,
so klein sie ist - 
was uns völlig überraschte, 
da das hier alles doch sehr eigen ist und so gar keine üblichen "eindrucksstarken" Markenmöbel oder sonstige hoch bewertete Accessoires aufweist.

Die wundervollen Aufträge,
die ich darüber hinaus erhalte,
machen mich beinahe schon ehrfürchtig -
denn das zeigt mir, mein seltsames "Konzept", so oft belächelt,
es funktioniert immer noch.
Es funktioniert, weil es durchaus Menschen gibt,
die Magie an und in ihr Leben lassen.



Vor einiger Zeit in meinem Leben entschied ich somit,
ich mag nicht nur nach außen hin strahlen, wie das wohl "jemandem" gefällt oder Eindruck macht -
dann wäre mein Licht klein, es würde nicht wärmen, nur nach außen blenden,
kalt und falsch,
und in ganz furchtbarer Weise wäre ich von äußerer Bewertung abhängig.
Mein eigenes Selbst wäre der Preis oder würde zumindest verkümmern,
ich würde nur noch Schale sein,
bis die Leere folgen würde.
Ich bleibe lieber ganz eigen -
und habe Fülle in mir.
Fülle, anderen etwas geben zu können, das eben anders ist.
Eigen :)

Hobbit hat das alles ohnehin schon immer gewusst.
Im Moment schlummert er viel und lang, genießt diese ruhige Stimmung vor dem großen Durchbruch in vollen Zügen.


Beim Schlummern hebt er nur dann und wann das Köpfchen,
wenn eine Magnolienblüte aufploppt -
dann gähnt er ausgiebig, gurrt und räkelt sich.

Das ist nicht Nichts-Tun, oh nein, das ist innerer Anlauf, hihi...


Ja, die Bewertungen anderer (ich nenne sie gerne "Wurzelfresser") hatten ihre Wirkung auf mich -
doch dann habe ich mir gesagt:
Sich selbst zu verlieren ist das einzige Scheitern, das ich fürchten muss.
Ich muss keinem in dieser Gesellschaft etwas beweisen,
es geht um mein LEBEN in Bezug zu etwas viel Höherem.
Ich will SEIN, dass es RICHTIG ist - 
und für Bewertungen anderer will ich so naiv und blind sein, wie es nur eben geht.
Auch wenn das wahrlich nicht leicht ist, 
hat man zwei Kinder mit goldenen Herzen, die erst ihren Weg finden müssen und noch nicht so stark sind 
(und auch noch nicht sein brauchen!), 
dass man nicht doch lieber in so mancher Herde mitläuft.

So mag ich zum Beispiel so gerne solches hier,
stimmungsvoll und eigentlich nichts Besonderes für andere - 
und doch ist da eine Fülle in dieser Februarstimmung, die mich so froh macht.


Es sind solche Kleinigkeiten wie diese freche kleine Frühblüherin, die ums Eck wächst, um durchs Fenster zu gucken...


Oder die hier, die kleine Königin des Spitzentanzes im Spritztüllen-Aufsatz.
Sie gibt alles :)


Ja, es geht mir "anders" besser.
Es bedeutet Freiheit für mich, Eigenes zu finden.
So werde ich freier jedes Jahr, nutze ich doch genau diese Zeit, mich mehr und mehr zu finden,
meine Flügel zu entfalten und sie als das zu sehen,
was sie und mein Selbst immer waren - 
sie sind ein Schatz!

Das will ich mir besonders einhämmern, jawohl,
denn der Februar ist nicht nur das große Ausputzen mit Wischlumpen, neeee,
er ist eben auch die Jagd nach Bewertungen,
fremden und übernommenen 
-
die an meinen Wurzeln fressen wollen!


Genau da mache ich weiter :))),
wie jedes Jahr,
für all das Kommende.
Wir neigen uns zunehmend weiter hin zum Licht,
ganz bald nun kippt es von den inwendigen Vorgängen in Richtung auswärts - 
und ist die Wurzelnähe erst verlassen, will etwas gänzlich anderes unsere Aufmerksamkeit!




Sonnenwärme-Nahrung für die Seele ist ja noch rar gesät, diese Tage -
da ist man mit Wurzelversorgung doch so viel unabhängiger,
was meint Ihr?

Alles Liebe wünsche ich Euch, passt gut auf Euch auf beim Anlauf nehmen,

Eure Méa,

diese Tage noch ganz an den Wurzeln... 



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die nun erst langsam wieder anrollt,

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DANKE :)

Donnerstag, Februar 08, 2018

Madame Februa, die Wurzeln und das Wintergemüse

Und das ganz ohneVollmond...

Sie WOLLTEN einfach nicht warten, meine Magnolien, doch darüber bin ich wirklich nicht traurig... 
Gab es statistisch hier bei uns die letzten sechs Monate rekordverdächtige 100 (!) Sonnenstunden weniger als sonst!
Da darf es auch einmal vor der Zeit blümeln, na gut...
Doch in diesen Tagen geht es um etwas ganz anderes.
Und das ist soooo spannend!


Ja, es geht natürlich darum, was sich UNTER der Erde tut - 
und so richtet sich der Fokus nun auf eine "Wellness" der anderen Art.
Denn meint man, nun ist eine böse Zeit, 
der nutzt sie nur falsch.
Es geht um Woooohlgefühle!


KeinVollmond im Februar

Na, also das ist ein Ding - mein Taumond, nix is´!
Das Jahr des Mondes ist mit zwei Januarmonden gestartet und hat dem römischen Kalender doch glatt ´ne lange Nase gedreht. 
Ja, was bedeutet dem Mond auch schließlich unser gängiger römischer 
Kalender, der oft so gar keinen Sinn macht.
Ich jedenfalls sehe diese Zeit unter dem Einfluss des Taumondes, so,
und den blöden Kalender schmeisse ich weg :)
Jawohl.

Und während Frankreich mit schrecklichem Hochwasser kämpfte,
was war mit den Kanälen in Venedig?? 
Was hat der Mond dort gemacht - hat sich mit dem ablandigen Wind verabredet und einfach das Wasser aus Venedig gezogen! 
Ich habe ja gedacht, die Canales sind viiiiel tiefer, na, da habe ich geguckt, als die so trocken lagen. 
Kann man ja bald durchwaten??

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Méa und die ganz harten Kerle

Ja, nun ist der Februar so richtig da.
Ich habe geräuchert zur Jahreswende, ausgemistet im Januar,
und nun wurde das letzte Alte, das nicht mehr bei uns sein soll, einfach hinausgewischt!
Stäublein, Keime, falsche Energien, was auch immer...
So wird alles neu -
ohne irgend eine neue Garnitur oder Sonstiges, beinahe kostenlos und doch SO wirkungsvoll!
Mit diesen Gedanken machte mir diese Zeit ordentlich Spaß.

Bis jetzt reichte das, mich mit Schubkraft zu versorgen -
doch nun verlangt es mir ordentlich ´was ab, das Rauhbein Februar rund um den Taumond!
Und dann gibt´s nicht ´mal ´nen Vollmond, also wirklich...

Um in dieser Zeit nicht durchzuhängen gibt es für mich allerdings ein erprobtes Mittel - 
trotzdem raus und ab mit der Méa auf die Biomärkte!
Was es da nun gibt, ist regelrecht geladen mit eben dieser wilden, unbändigen Energie!
Jetzt ist die Hoch-Zeit von etwas ganz bestimmten, doch, doch, da geht es nun ab:

Ich stehe nämlich total auf diese Kerle,
diese... die trotz allem durchhalten, die gaaaanz harten Typen ;)
Ne, nicht die zweibeinigen Kerle sind gemeint, die kernigen Biobauern ;))), meine Helden,
sondern dasWintergemüse!

Denkt Ihr nun, "ach soooo, äh, langweilig, nur olles Gemüse!", HA! 
Da habt Ihr den noch nicht gesehen. Das ist zu gut!
Herrlich ist das.
Vor allem Max´ Ratlosigkeit am Anfang, WO bitte auf dem scheinbar toten leeren Acker diese "Fülle" an Herrlichstem sein soll, das "nur der Winter hervorbringen kann".
Das Gesicht von Max dabei ist preisverdächtig!!!
Wenn Ihr also etwas Down-to-earth-fröhlich-und gesund-Machendes gucken wollt und Ihr das hier noch nicht kennt,
biddeschöööön:

Link

Und dann diese Minute danach, da weiß er es besser und zieht noch einmal Bilanz - wir haben uns gekuuuugelt ;))) und es uns zweimal angeguckt!

Link

Wir waren begeistert, auf welche Weise dem Zuschauer das Wichtigste so vermittelt wird, dass alles nachhaltig bei einem ankommt.
(Nur das mit dem Fleischgericht zwischendrin war mir arg... 
nüja, bin halt seit Jahrzehnten überzeugter Vegetarier...)


Mit Hingabe, Sinn und Liebe 

 Ja, diese Zeit ist nichts für Weichlinge.
Alte Kräfte voller Macht ringen nun miteinander,
und ich muss mich ordentlich in mir verankern, nicht zu straucheln in dieser oft noch nassen winterlichen Zeit.
Dieser Zeit, 
in der das Licht zwar nicht mehr gläsern ist wie im Januar, 
doch irgendwie oft glatt auch noch wie durch Wasser scheint.
Und hey, mal ehrlich, 
wenn diese Gemüse-Kerle so gemacht sind,
dass die IM WINTER ihre Hoch-zeit haben,
also nicht nur überleben, nein, sondern auch noch so richtig voller Leben strotzen -
was steckt dann da an Kraft und Energien drin?
Für Körper UND Seele.
Schnappen wir´s uns, wir können es brauchen!

Das, was Max da vorstellte, futtern wir tatsächlich auch in dieser Zeit.
Der Nährboden für MEINE Wurzeln.


Naaa? Erkannt? Die Hippie-Bete ;)?



Dünn schneiden, Salz drauf und ziehen lassen oder in der Röhre in Salz eingebettet gegart... 



Der hier bekommt auch feines Steinsalz auf seine Scheiben.
Weißer Rettich...


Archaisch ist das - passend zum Februar.
Einfaches Leben? 
Eigentlich falsch, das ist echter Luxus und nicht das, worum die Törtchen das Schleifchen gebunden haben ;)


Hier kann man das Leben spüren, sehen und tanken...
Was für ein Lebenswille, die keimt wie eine kleine BOMBE ;)
Und enthält unter so vielem anderen klasse Folsäure und Calcium!


Wenn ich sehe, was ich hier haben DARF,
obwohl die Hälfte der Biobauern nun mit den Wassermassen in und auf den Äckern zu kämpfen haben, 
dann weiß ich, wer die echten Helden unserer Zeit sind!!!


Ja, und trotzdem sind sie da, die Biobauern, stehen tapfer auf den kalten Wochenmärkten,
und ich hoffe, dass ganz viele Menschen gerade jetzt die regionalen Erzeuger unterstützen.
Es muss ja nicht jeder so radikal sein wie wir,
dass wir unter anderem deshalb "nur" Urlaub mit dem Zug auf das Land und ans nahe Meer hier machen und auf ein Auto "verzichten" -

 aber gerade jetzt kann jeder doch ein wenig helfen, 
dass es auch in Zukunft noch Äcker in Deutschland gibt, 
die den Namen auch verdienen?
Unterstützen, Teil dieser Bewegung sein, ganz nebenbei dadurch gegen die Investoren und Großkonzerne anarbeiten, stetig und täglich 
und sich selbst auch noch Gutes tun!
Wir können etwas tun!

Denn diese Qualität und Vielfalt wie von nicht-normgerechten Bauernerzeugnissen aus der Ökozunft,
die kriegt man nur beim Erzeuger.
Da wird mir Einkaufen und das Zubereiten danach einfach IMMER zum "Event".
Und wenn wir die Erzeuger nicht unterstützen... gibt es das bald nicht mehr!

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Wir sind aber auch so glücklich dran, 
denn unser höchst unternehmungslustiger Ölmüller bietet uns zudem auch noch die besten Fette in dieser harten Zeit, ...
Seine Kunden sorgen mit dafür, dass er auch weiterhin seine großartige Arbeit leisten kann.
FETT IST gesund, absolut notwendig, es muss nur das Richtige sein -
kaltgepresst, bio, aus Hanf, Lein, Mandeln...
Olivenöl, von dem man weiß, wo der Hain steht und wer ihn bearbeitet.
Immer wieder Löffelchen um Löffelchen...
Rein damit in uns, heißt es hier - wir brauchen keine Medizin im Königreich!
Die ist letztlich in so vieler Hinsicht teurer... ne?

Mal auch tapfer einen Teelöffel, jaja,
Schwarzkümmelöl...
Und nach einiger Zeit, da ist man wirklich überrascht, denn da sagt der Körper zu diesem zunächst bitter SCHEUSSLICHEN Zeugs: 
"Yummie,
das... schmeckt ja?"

Und zum falschen Süß sagt er "Och nööö, muss nich... Neee, will gar nicht mehr!"


Trester, also der Presskuchen, ist Beigabe und sorgt für ordentlich Ballaststoffe,
in denen noch viel vom Lein oder Hanf steckt...


In meine (beinahe) tägliche Kurkumasuppe mache ich mir auch immer ein wenig Leinöl, 
das so gut schmeckt.
Im Laden habe ich noch NIE solch ein Öl bekommen, 
es schmeckte dort nicht nach Lein, nur ... eklig tranig und bitter, die wertvollen Schwebstoffe herausgefiltert.
Dies hier ist so anders...

Und denkt Ihr, Kurkuma, das ist exotischer Kram und kommt unökologisch aus Asien?
Ne, Kurkuma, die kleine Wunderknolle, wird auch in Deutschland angebaut, 
man kann sie sogar daheim züchten.
Sie hilft unter vielem anderen auch gegen Entzündungen -
regelmäßig und in richtiger Dosis, versteht sich.


Chlorophyll von Feldsalat, Pesto ...





...und diesen Oliven,
eingelegt noch in der warmen Zeit für eben auch diese kalte Zeit seit Jahrtausenden.
So schlau.
Immer mal zwischendurch zum Naschen, das kommt auch gut...
Einfach herumstehen lassen, das verlockt,
 und die Faulheit meiner Kinder sorgt auch dafür, dass die hier gerne zugreifen, hihi


Und plötzlich hat man dann DARAUF den Jieper und nicht mehr auf den ganzen Kohlehydratkram... -
auf dem anderen Tisch sitzt schließlich eh etwas ganz Süßes ;))


Es geht nun eben nicht um das, 
worum die Tussis ein Schleifchen gebunden haben

Ist ja mein Lieblingssatz - mit den Tussis ;)...
Nichts war´s mit Süßi!

Im Februar geht es eben um Herbes, um die Wurzeln, den Kehraus der besonderen
Art - es geht um Bitterstoffe!
Es geht auch nicht um Fasten, mögen das die Leute nur ruhig tun,
ich gucke mir die NATUR an und begreife:
Es geht darum, das Übel an der Wurzel zu packen,
uns gut zu schützen und zu stärken,
diese Zeit allerbestens zu nutzen!
Und wie man das nun kann!
Figurprobleme? Was ist das?

Die Bitterstoffe haben die meisten der Knollen gerade jetzt im Spätwinter so herrlich geladen, 
im Verbund mit dem, was alles dazugehört, uns zu nähren und zu stärken.
All das ist naturgemäß gerade jetzt geeignet,
das Immunsystem aufzurüsten und die Seele stark zu machen.

Sie aktivieren die Schleimhäute, machen sie regelrecht jung, elastisch, 
reinigen sie,
reduzieren falschen "Hunger" (der kein echter ist) und senken drastisch das Verlangen nach Süßem und Kohlehydratkram.
Sie vermeiden Übersäuerung,
machen schlank,
indem sie die Verdauung fördern.
Auch hier aktivieren sie die Schleimhäute und kurbeln,
sobald sie die Zunge berühren, die Produktion der Verdauungssäfte an.
Unsere Zellen werden optimal versorgt, es kommt mehr Gutes im Blut an...
und Gifte werden vermehrt ausgeschieden.


Bitter ist das neue Süß, hört man oft.
Nun, das kann ich wirklich bestätigen,
denn in kurzer Zeit verändert sich das Geschmacksbewusstsein -
das Bittere nehme ich kaum mehr wahr,
ich mag es sogar zunehmend,
was mich völlig verwundert.
Als lernt der Körper erkennen, was ihm da so gut getan hat!

Und nun kommt das Perfide:
In unserer modernen süßen Weizenernährung sind wir "bitter" nicht mehr gewohnt.
Es wurde aus konventionellem Gemüse herausgezüchtet.
Denke ich zum Beispiel an die Auberginen früher, die musste man noch mit Salz ziehen lassen.
Auch die Artischocken schmeckten anders...
Wir wurden systematisch auf Süß konditioniert.
Nicht zuletzt von der westlichen Lebensmittelindustrie mit all ihren schädlichen Lockstoffen, dem übertriebenen Angebot an "Versüßtem",
Krebszell-Fütterndem.
In anderen Ländern nämlich hat das Bittere noch einen ganz anderen Stellenwert als bei uns!
Noch...

Das Gute ist, es ist schnell umkehrbar -
und mit dem richtigen Bewusstsein und den richtigen Lebensmitteln klappt das Gott sei Dank wirklich.
Das beste daran ist - es macht froh und positiv und lässt einen Krisen gut überstehen.
Logisch, denn nun hat unser Körper Spaß! ;)

Achtung-Achtung:
Allerdings muss es im Verbund sein,
Bitterstoffe einfach isoliert einzunehmen, davon halte ich nichts,
denn bei einer Überdosis können sie zu sehr reizen, höchst schädlich bis toxisch sein.
Eine bittere Gurke oder Zucchini und andere Gurken-/Kürbisgewächse würde ich ebenso nie essen,
sie kommen aus falscher Samengewinnung.
Auch Kinder werden sich bei einem Zuviel zu Recht weigern,
an ein wenig aber kann man sie gut hinführen.
Alles mit Maß und Sinn...


Von den sensationellen Senfölen in den grünen Wildsalaten halte ich auch ganz viel
(ich bin unter anderem verrückt nach Winterkresse und Rübstiel),
ich liiiebe die mit einer schönen Salatsauce und wenig Ziegenkäse von einem ganz besonderen Ziegen-Hof aus dem Umland.
Herrlich.

via

Aber auch in Aufläufe tue ich sie gerne,
dann aber nicht zu heiß und zu lang in der Röhre lassen...

Baldowert Ihr auch die Märkte oder Bauernhöfe in der Nähe aus wie wir?
Oft muss man gar nicht weit fahren, vieles ist Gewohnheit,
auch die Art des Einkaufens.
Es ist unser Urlaub vom Alltag und macht so viel Spaß.
Wir können mit dem Bus und der Bahn zu all diesen Stationen hin,
und es ist uns jedes Mal ein Fest und ein Triumph gegen die Großkonzerne.
Was ist uns allen jetzt geschenkt in diesen Spätwintertagen -
es kommt mir wie ein Wunder vor,
was diese Menschen auf den Bauernhöfen diese Tage trotz allem noch leisten!
Wie schaffen die das?
Daher kaufe ich auch möglichst an diesen Bioständen ein - 
und nicht im Supermarkt.


Topinambur (da hatte ich Sorge, doch das bauen die hier an, nichts Exotisch-Trendiges also) schmeckt lecker nussig und ist ein klasse Präbiotika,
füttert also die richtigen Kerlchen in unserem Darm - 
die wiederum, so ein Ungleichgewicht herrscht, bekommen wir durch Probiotika wie Rejuvelac oder Brottrunk in unseren "Bauchgarten" ;)

Und auch wir mögen Süßes, klar!
In der Salatsauce ein klein wenig Rohrohrzucker und hier,
vorbereiteter Ingwertee mit Wabenhonig...
Hier achte ich darauf, nur heißes aber kein kochendes Wasser zu nehmen.


Und hier, dieses:



Ja, als kleines Wunder, und noch genau dazu in dieser Zeit,
haben wir Königs zu alledem noch ein Riesengeschenk bekommen.
Unglaublich schön ist das, nicht nur lecker - 
der dunkle Steineichen-Honig.
Was mich daran zudem so begeistert,
ist, 
dass die nun gefeierte Göttin Brid (bei Christen später auch bekannt als Brigid),
ihren Sitz in einer... na?... richtig..., 
uralten Eiche hatte.

Es ist IHR Monat, der Monat der Brid und der Eichen, 
die solch tiefes Wurzelwerk ausbilden,
n´est-ce pas?
Und nun habe ich dies Geschenk hier von den fleißigen Engeln der Erde, 
den Bienchen. 
DAS macht mich wirklich ziemlich demütig und ich will es mit Bedacht, mit Maß und all diesen archaischen Bildern im Kopf futtern...
Und darum geht es, auch bei Bitter und Süß -
die richtige Balance macht´s.



DaLeben aus den Wurzeln kann solch einen Spaß bringen -
im Februar ist genau die Zeit, 
den Fokus noch ein wenig mehr hierauf zu lenken und das, 
was der Winter hevorbringt, verstärkt zu nutzen.
Machen wir doch eine ganz besondere Wohlfühlzeit daraus.
Also nicht schwächeln, sondern etwas aus dieser Zeit machen!
Mit Hingabe, Sinn und Liebe.

Lasst Euch nicht unterkriegen, stärkt Euch und macht Euch schöööön,
alles Liebe,
Eure Méa

Vielfraß und begeisterte Hüterin der Wurzeln und Knollen ;)

PS: Bitte passt gut auf mit Knollen - sie sind Speicher! 
Aus konventionellem Anbau können sie daher die reinsten Giftbomben sein...

Erwähnen möchte ich zudem ein Buch, das nicht ohne ist, von Jo Robinson - 
Eating on the wild side.
Sie zeigt auch auf, dass Gemüse essen = Gesundheit nicht immer stimmt!
Sie geht auf die Sorten ein,
sieht sich die Phytonährstoffe genauer an,
und zieht auch den Kreis zu den verarmten, gülle-überfrachteten Böden des konventionellen Anbaus.



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die nun erst langsam wieder anrollt,

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